Laut Branchenberichten verhandelt Amazon über die Übernahme von Globalstar, dem Unternehmen hinter Apples Notruf-SOS über Satellit. Auch SpaceX soll Interesse zeigen. Für Apple steht viel auf dem Spiel.
Was bekannt ist
Der Satellitennetzbetreiber Globalstar steht offenbar zum Verkauf. Laut übereinstimmenden Berichten von Branchenanalysten und Medien verhandelt Amazon über eine Übernahme des Unternehmens, dessen Satellitennetzwerk seit 2022 die Grundlage für Apples iPhone-Satellitenfunktionen bildet. Gleichzeitig soll auch SpaceX Interesse an Globalstar signalisiert haben – möglicherweise um die Dominanz von Starlink im Satellitenmarkt weiter auszubauen.
Die Verkaufsgespräche begannen Berichten zufolge bereits im Oktober 2025, als Globalstar-Vorsitzender Jay Monroe in seinem Umfeld über einen möglichen Verkauf für mehr als 10 Milliarden US-Dollar sprach. Seitdem hat sich das Interesse offenbar intensiviert. Branchenanalyst Tim Farrar von TMF Associates berichtete von der SatShow 2026 in Washington, dass die meisten Teilnehmer von einem bevorstehenden Verkauf überzeugt seien.
Was das für Apple bedeutet
Apple ist bei Globalstar nicht nur Kunde, sondern auch Anteilseigner. Das Unternehmen hält eine Beteiligung von rund 20 Prozent und hat insgesamt über 1,5 Milliarden US-Dollar in den Ausbau des Globalstar-Netzwerks investiert – darunter 450 Millionen Dollar aus dem Advanced Manufacturing Fund und weitere 1,1 Milliarden Dollar an Infrastrukturvorauszahlungen. Der Wert von Apples Beteiligung hat sich seitdem erheblich gesteigert.
Globalstar stellt die 24 Satelliten im erdnahen Orbit bereit, über die der Notruf SOS via Satellit auf dem iPhone funktioniert. Der Dienst ist seit dem iPhone 14 verfügbar und wurde seither um Funktionen wie Find My via Satellit, Nachrichten über Satellit und Pannenhilfe erweitert. Auch die Apple Watch Ultra 3 nutzt das Netzwerk. Bei einem Eigentümerwechsel von Globalstar stellt sich die zentrale Frage, ob die bestehende Partnerschaft mit Apple in ihrer jetzigen Form weitergeführt wird.
Amazon vs. SpaceX
Amazons Interesse an Globalstar steht im Zusammenhang mit dem hauseigenen Satellitenprojekt Amazon Leo (vormals Project Kuiper), das als Konkurrenz zu SpaceX‘ Starlink positioniert werden soll. Eine Übernahme von Globalstar würde Amazon Zugang zu etablierten Frequenzrechten und einem operativen Satellitennetzwerk verschaffen – ein deutlicher Vorteil im Wettlauf um Satelliten-Internetdienste.
SpaceX wiederum könnte mit einem Kauf von Globalstar seine bereits dominante Marktposition weiter festigen und einen Konkurrenten wie Amazon blockieren. Analysten vermuten, dass SpaceX das Angebot von Amazon überbieten könnte, um genau diesen strategischen Vorteil zu sichern. Für Apple wäre eine SpaceX-Übernahme nicht zwingend nachteilig: Apple testet bereits seit Anfang 2025 Satelliten-Notruf über Starlink in den USA – eine alternative Infrastruktur wäre also im Aufbau.
Ein Markt im Umbruch
Der mögliche Verkauf von Globalstar unterstreicht, wie strategisch wichtig Satellitenkommunikation geworden ist. Was 2022 als Notfall-Feature für das iPhone begann, hat sich zu einem zentralen Differenzierungsmerkmal entwickelt. Apple bietet die Satellitenfunktionen bislang kostenlos an und hat die Gratisphase für ältere iPhones mehrfach verlängert. Ein Eigentümerwechsel bei Globalstar könnte diese Kalkulation verändern – je nachdem, welche Konditionen ein neuer Besitzer für die Nutzung des Netzwerks verlangt.
Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen dürfte Apple gut aufgestellt sein: Die parallele Zusammenarbeit mit Starlink und die bisherigen Investitionen in eigene Satelliten-Infrastruktur geben dem Unternehmen Optionen, auch wenn Globalstar den Besitzer wechselt. (Bild: Shutterstock / Artsiom P)
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