iTunes wirkt auf den ersten Blick wie ein Überbleibsel aus einer Zeit vor Playlists und Flatrates. Streaming-Dienste haben den Musikmarkt grundlegend verändert, Downloads scheinen für viele erledigt zu sein. Ein aktueller Bericht zeigt jedoch, dass iTunes weiterhin eine deutlich größere Rolle spielt, als es das gängige Bild vermuten lässt.
Der heutige Musikmarkt wird klar von Streaming dominiert. Trotzdem existiert parallel ein stabiler Bereich für den Kauf einzelner Songs und Alben. Genau hier bleibt iTunes relevant. Neue Zahlen von Apple deuten darauf hin, dass die Plattform nicht nur überlebt, sondern aktiv in Strategien von Labels und Künstlern eingebunden ist.
iTunes findet weiterhin einen Markt neben Streaming
In ihrem Soundbite-Newsletter bei Bloomberg berichtet Ashley Carman, dass Musiklabels ihre Veröffentlichungs- und Marketingstrategien teilweise gezielt auf iTunes ausrichten. Diese Ausrichtung erfolgt nicht selten auf Anregung von Apple selbst.
In Gesprächen mit Partnern ermutigt das iTunes-Team Labels dazu, das gesamte Apple-Ökosystem zu nutzen. Gemeint ist nicht nur die Vermarktung für Abonnenten von Apple Music, sondern ausdrücklich auch für Nutzer von iTunes, die Musik kaufen statt streamen.
Eine Nutzerbasis mit hohem Potenzial
Eine Zahl sticht besonders hervor: Über 80 Prozent der iTunes-Nutzer haben kein Apple-Music-Abo. Damit handelt es sich um eine Zielgruppe, die für Labels vor allem in der ersten Woche nach einer Albumveröffentlichung interessant ist. Diese Nutzer gelten als potenzielle Neukunden, da sie entweder gar nicht streamen oder einen konkurrierenden Dienst für ihren Hauptkonsum nutzen. Ein Aspekt, den Apple laut Bericht genau im Blick behalten dürfte.
Was Apples eigene Zahlen zeigen
Ein Sprecher von Apple ergänzt den Bericht um weitere Statistiken, die die Bedeutung von iTunes unterstreichen:
- Rund 50 Prozent der iTunes-Kunden haben erst in den letzten zehn Jahren, also nach dem Start von Apple Music, begonnen, Songs über iTunes zu kaufen.
- Fast 50 Prozent der 10.000 meistverkauften Alben pro Quartal sind Neuerscheinungen.
Diese Zahlen machen deutlich, dass iTunes nicht nur genutzt wird, um alte Lieblingssongs wiederzuentdecken. Auch neue Musik verkauft sich weiterhin gut über die Plattform.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick
Drei Fakten fallen im Bericht besonders auf:
- Über 80 Prozent der iTunes-Nutzer sind keine Apple-Music-Abonnenten. Unklar bleibt dabei, wie viele dieser Nutzer auf Dienste von Mitbewerbern zurückgreifen.
- 50 Prozent der iTunes-Nutzer haben erst nach dem Start von Apple Music angefangen, Songs zu kaufen.
- Fast 50 Prozent der 10.000 meistverkauften Alben pro Quartal sind neue Veröffentlichungen.
iTunes im Schatten großer Streaming-Dienste
Dienste wie Spotify oder YouTube ziehen zwar den Großteil der Musikhörer an. Dennoch zeigt der Bericht, dass es weiterhin einen soliden Markt für iTunes gibt.
Besonders für einmalige Marketingaktionen bleibt die Plattform attraktiv, etwa bei großen Releases bekannter Künstler wie Taylor Swift. Der Bericht macht jedoch klar, dass sich das Potenzial von iTunes nicht nur auf solche Einzelfälle beschränkt.
Apples Doppelstrategie
Interessant ist, dass Apple parallel weiterhin stark auf den Ausbau von Apple Music setzt. Aktuell wird der Dienst neuen Abonnenten mit einem dreimonatigen Gratisangebot beworben. Regulär kostet Apple Music 10,99 Euro pro Monat.
Trotz dieses Fokus bewirbt Apple iTunes weiterhin aktiv bei Partnern aus der Musikindustrie. Das deutet darauf hin, dass der Konzern beide Modelle bewusst nebeneinander betreibt.
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iTunes bleibt ein fester Bestandteil des digitalen Musikmarkts
iTunes ist kein Auslaufmodell, sondern ein weiterhin relevanter Teil des digitalen Musikmarkts. Die Plattform erreicht eine Nutzergruppe, die im Streaming-Zeitalter oft übersehen wird, aber kaufbereit ist und neue Musik aktiv unterstützt. Der Bericht zeigt, dass iTunes mehr ist als Nostalgie und auch heute noch eine wirtschaftlich interessante Rolle spielt. (Bild: Shutterstock / urbanbuzz)
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