Apple hat im Jahr 2025 so viel Geld wie noch nie für Lobbyarbeit auf Bundesebene in den USA ausgegeben. Insgesamt flossen 10 Millionen US-Dollar in politische Einflussnahme. Das entspricht einem Anstieg von fast 30 Prozent gegenüber 2024. Die Entwicklung zeigt, wie stark Apple regulatorische und politische Prozesse begleitet, die das eigene Geschäft betreffen.
Im Technologiesektor steigen die Ausgaben für Lobbyarbeit seit Jahren kontinuierlich an. Große Plattformunternehmen versuchen zunehmend, Gesetzgebungsverfahren frühzeitig zu beeinflussen. Ein aktueller Überblick von Bloomberg zu den Lobbyausgaben der Branche machte diesen Trend 2025 erneut deutlich. Auffällig war dabei zunächst, dass Apple in der Übersicht nicht auftauchte, obwohl das Unternehmen üblicherweise zu den größten Lobbyakteuren zählt. Eine Auswertung offizieller Offenlegungsdaten liefert nun die fehlenden Zahlen.
Rekordausgaben für Lobbyarbeit im Jahr 2025
Laut Unterlagen nach dem US Senate Lobbying Disclosure Act hat Apple im Jahr 2025 insgesamt 10 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit auf Bundesebene ausgegeben. Gegenüber 2024 entspricht das einem Plus von 27,9 Prozent. Damit erreicht Apple den höchsten jemals verzeichneten Jahresbetrag für Lobbying in der Unternehmensgeschichte.
Die Ausgaben stiegen dabei im Verlauf des gesamten Jahres kontinuierlich an. Jedes Quartal lag über oder nahe dem vorherigen, mit dem höchsten Wert im vierten Quartal.
Aufschlüsselung der Ausgaben nach Quartalen
Die gemeldeten Lobbying-Ausgaben von Apple verteilen sich wie folgt auf das Jahr 2025:
- Q1: 2,45 Millionen US-Dollar
- Q2: 2,29 Millionen US-Dollar
- Q3: 2,53 Millionen US-Dollar
- Q4: 2,73 Millionen US-Dollar
Besonders das vierte Quartal fällt auf. Neben dem höchsten Betrag deckte Apple in diesem Zeitraum auch das breiteste Spektrum an politischen Themen ab.
Zentrale Themen der Lobbyarbeit
Mehrere Themen begleiteten Apple durch das gesamte Jahr 2025. In jedem Quartalsbericht tauchten Gesetzesinitiativen rund um den App Store auf. Dazu zählen der App Store Accountability Act, der Open App Markets Act und der App Store Freedom Act. Diese Vorhaben zielen darauf ab, neue Regeln für den Betrieb und den Wettbewerb großer App-Plattformen einzuführen. Darüber hinaus beschäftigte sich Apple im Laufe des Jahres mit weiteren Themenfeldern, darunter:
- Wettbewerb im App Store
- Künstliche Intelligenz und Verbraucherschutz
- Halbleiterfertigung
- Handel und internationale Wettbewerbsfähigkeit
- Gesundheitstechnologien
- Einwanderung
Vor allem im vierten Quartal war diese thematische Bandbreite besonders ausgeprägt.
Kontakte innerhalb der US-Regierung
Die offengelegten Lobbykontakte von Apple erstreckten sich über weite Teile der US-Bundesregierung. Dazu gehörten sowohl der Kongress als auch das Exekutivbüro des Präsidenten. Zusätzlich führte Apple Gespräche mit zahlreichen Behörden, darunter die FCC, die EPA, das Finanzministerium, das Handelsministerium, das Verteidigungsministerium, das Energieministerium, das Gesundheitsministerium sowie der US-Handelsbeauftragte. Die Verteilung der Kontakte zeigt, dass Apple seine Lobbyarbeit nicht auf einzelne Institutionen beschränkt.
Einordnung im Branchenvergleich
Bloomberg veröffentlichte für 2025 auch eine Rangliste der Lobbyausgaben großer Technologieunternehmen. An der Spitze liegt Meta mit 26,2 Millionen Dollar, gefolgt von Amazon mit 17,7 Millionen Dollar und Google mit 13,1 Millionen Dollar. Wäre Apple in dieser Übersicht berücksichtigt worden, hätte das Unternehmen mit 10 Millionen Dollar den vierten Platz belegt, knapp vor Microsoft mit 9,3 Millionen Dollar.
Apples steigende Lobbyausgaben zeigen klare Prioritäten
Die Lobbying-Zahlen für 2025 zeigen einen klaren Kurswechsel bei Apple hin zu höheren und breiter angelegten Ausgaben. Mit einem neuen Rekordwert, steigenden Quartalsausgaben und einer großen thematischen Spannweite positioniert sich Apple deutlich in zentralen politischen und regulatorischen Debatten in den USA. Die Entwicklung ordnet das Unternehmen fest unter den einflussreichsten Akteuren im Technologiesektor ein. (Bild: Shutterstock / FOTOGRIN)
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