Apple steht auf dem chinesischen Markt vor spürbaren Herausforderungen. Trotz einer weiterhin starken Marktposition sinken die Verkaufszahlen, während der Wettbewerb durch lokale Hersteller und politische Rahmenbedingungen zunimmt. Als Reaktion darauf setzt Apple rund um das chinesische Neujahrsfest auf gezielte Preisnachlässe, um die Nachfrage kurzfristig zu stabilisieren.
Der chinesische Markt ist für Apple von zentraler Bedeutung, zugleich aber einer der schwierigsten weltweit. Preisaktionen sind dort fest etabliert, besonders vor großen Einkaufsphasen. Dass Apple nun offiziell Rabatte anbietet, ist ein deutliches Signal dafür, dass der Konzern den aktuellen Umsatzrückgang ernst nimmt und aktiv gegensteuern will.
Zeitlich begrenzte Rabatte zum chinesischen Neujahrsfest
Laut einem Bericht der South China Morning Post bietet Apple in Festlandchina Rabatte von bis zu 1.000 Yuan, umgerechnet etwa 144 US-Dollar, auf ausgewählte Produkte an. Die Aktion läuft vom 24. bis 27. Januar und gilt sowohl im offiziellen Online-Store als auch in den physischen Apple Stores.
Reduziert sind unter anderem das iPhone 16 und das iPhone 16 Plus. Zusätzlich sind bestimmte Modelle aus weiteren Produktkategorien Teil der Aktion, darunter MacBooks, iPads, Apple Watches und AirPods. Mit diesen Preisnachlässen positioniert sich Apple bewusst vor dem chinesischen Neujahrsfest im Februar, einer der wichtigsten Verkaufsphasen des Jahres.
Marktführerschaft trotz nachlassender Dynamik
Im vierten Quartal 2025 war Apple mit einem Marktanteil von 22 Prozent weiterhin Marktführer auf dem chinesischen Smartphone-Markt. Diese Position wurde vor allem durch die starken Verkaufszahlen des iPhone 17 gestützt. Trotz dieser Erfolge zeigten sich zuletzt Schwächen: Die Verkaufszahlen gingen im Monatsvergleich zurück.
Die aktuellen Sonderangebote sind klar darauf ausgelegt, diesem Rückgang entgegenzuwirken und die Kaufbereitschaft kurzfristig zu erhöhen. Apple reagiert damit nicht nur auf eigene Zahlen, sondern auch auf das allgemein schwierigere Marktumfeld.
Schrumpfender Smartphone-Markt in China
Der chinesische Smartphone-Markt insgesamt verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen Rückgang von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über das gesamte Jahr hinweg sanken die Auslieferungen um 0,6 Prozent.
Analysten von Counterpoint Research sehen die Ursachen vor allem in der schwachen Nachfrage, die durch steigende Gerätepreise zusätzlich gebremst wird. Hinzu kommt die weiterhin bestehende weltweite Knappheit an Speicherchips, die sich negativ auf Produktion und Verfügbarkeit auswirkt.
Staatliche Subventionen verschärfen den Wettbewerb
Ein weiterer Faktor ist die Politik der chinesischen Regierung. Im Rahmen staatlicher Subventionen erhalten Käufer von Elektronikprodukten eine Rückerstattung von 15 Prozent, sofern der Gerätepreis unter 6.000 Yuan, rund 820 US-Dollar, liegt.
Für Apple ist dieses Programm nur eingeschränkt nutzbar. Viele iPhone-Pro-Modelle überschreiten diese Preisgrenze deutlich, wodurch sie von den Subventionen ausgeschlossen sind. Lokale Hersteller, deren Geräte häufiger unterhalb der Schwelle liegen, profitieren dadurch stärker und können ihre Produkte preislich attraktiver anbieten.
Apple sucht Stabilität im angespannten China-Geschäft
Apple begegnet den rückläufigen Umsätzen in China mit gezielten Rabatten und versucht, sich im wichtigen Neujahrsgeschäft neu zu positionieren. Trotz einer weiterhin starken Marktstellung zeigen sich klare Belastungen durch Marktschrumpfung, politische Rahmenbedingungen und zunehmenden Preisdruck. Die aktuellen Aktionen sind ein kurzfristiger Schritt, um Nachfrage zu stimulieren, verdeutlichen aber auch, wie angespannt die Lage für Apple auf dem chinesischen Markt geworden ist. (Bild: Shutterstock / badboydt7)
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