Apple ist in der öffentlichen Wahrnehmung bislang nicht als Anbieter eines frei zugänglichen KI-Chatbots aufgetreten. Während andere Technologieunternehmen ihre KI-Lösungen offen vermarkten, verfolgt Apple eine deutlich zurückhaltendere Strategie. Ein aktueller Bericht zeigt jedoch, dass das Unternehmen intern bereits intensiv auf KI-gestützte Chatbot-Systeme setzt, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen und die Produktivität der Mitarbeiter zu erhöhen.
Die interne Nutzung von künstlicher Intelligenz spielt bei Apple eine größere Rolle, als es von außen sichtbar ist. Statt einer einzigen Lösung nutzt das Unternehmen mehrere spezialisierte Tools, die auf interne Anforderungen zugeschnitten sind. Diese Anwendungen sind nicht als Experimente gedacht, sondern fest in den Arbeitsalltag integriert. Der Fokus liegt dabei klar auf Sicherheit, Effizienz und der praktischen Unterstützung in verschiedenen Unternehmensbereichen.
Enchanté: KI-Assistent für den Arbeitsalltag
Laut einem Bericht von Macworld setzt Apple seit November 2025 eine interne App namens Enchanté ein. Dabei handelt es sich um einen ChatGPT-ähnlichen Assistenten, der Mitarbeitern bei zahlreichen Aufgaben hilft. Enchanté wird unter anderem für Ideensammlung, Softwareentwicklung, Korrekturlesen und allgemeine Wissensabfragen genutzt.
Das Design der App soll sich stark an der ChatGPT-App auf macOS orientieren, was eine vertraute und einfache Bedienung ermöglicht. Enchanté wurde speziell für die Arbeitsabläufe und Sicherheitsanforderungen von Apple entwickelt und läuft ausschließlich auf von Apple genehmigten KI-Modellen. Dazu gehören Apples eigene Foundation Models sowie externe Modelle wie Claude von Anthropic und Gemini von Google.
Ein zentrales Merkmal von Enchanté ist die Fähigkeit, Dateien und Dokumente hochzuladen und zu analysieren. Zusätzlich kann die App auf Dateien zugreifen, die lokal auf dem Mac gespeichert sind, um Antworten besser einzuordnen. Laut einem internen Memo von Apple dient Enchanté nicht nur als Testplattform, sondern auch als echtes Arbeitswerkzeug für tägliche Aufgaben. Die App greift auf eine interne Datenbank mit Apple-Dokumenten und Richtlinien zu und wird in nahezu allen Abteilungen eingesetzt, darunter Technik, Design, Marketing und das Führungsteam.
Enterprise Assistant: Zentraler Wissenshub für Mitarbeiter
Neben Enchanté nutzt Apple eine zweite interne Anwendung mit dem Namen Enterprise Assistant. Auch diese App wird von Macworld beschrieben und erfüllt eine andere Funktion. Der Enterprise Assistant dient als zentraler Wissenshub für Unternehmensmitarbeiter und enthält eine umfangreiche Datenbank mit internen Richtlinien von Apple.
Über diese Anwendung können Mitarbeiter Fragen zu organisatorischen und administrativen Themen stellen. Dazu gehören unter anderem Informationen zur Krankenversicherung, zu Urlaubstagen oder zu technischen Problemen im Arbeitsumfeld. Ziel ist es, Informationen schneller zugänglich zu machen und interne Support-Strukturen zu entlasten.
Interne Tests für Apple Intelligence
Auch Bloomberg berichtet über Apples interne Nutzung einer ChatGPT-ähnlichen Anwendung. Diese wird unter anderem eingesetzt, um neue Funktionen von Apple Intelligence zu testen. Die Existenz dieser Tools zeigt, dass Apple intensiv mit dialogbasierter KI arbeitet, selbst wenn diese nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist.
Ob Apple in Zukunft einen eigenen KI-Chatbot für Endnutzer veröffentlichen wird, ist weiterhin offen. Bisher äußert sich das Unternehmen zurückhaltend zu diesem Thema.
Skepsis gegenüber Chatbot-Oberflächen
Führungskräfte von Apple haben mehrfach Zweifel an der langfristigen Nützlichkeit klassischer Chatbot-Schnittstellen geäußert. In einem Interview auf der WWDC sagte Apples Softwarechef Craig Federighi im Gespräch mit der Journalistin Joanna Stern, Apple wolle eine KI-Erfahrung schaffen, die in alle Arbeitsabläufe integriert ist und nicht als separater Chatbot nebenher existiert.
Diese Einschätzung wirkt jedoch kurzsichtig. Für viele Anwendungsfälle empfinden Nutzer den Chatbot-Modus als besonders praktisch. Gerade bei Recherche, Analyse und kreativen Aufgaben bietet eine dialogbasierte Interaktion klare Vorteile, die durch rein integrierte Hintergrundfunktionen nur schwer zu ersetzen sind.
Apple setzt intern konsequent auf KI-Chatbots
Apple nutzt KI-Chatbots bereits heute umfangreich, allerdings ausschließlich intern. Mit Enchanté und dem Enterprise Assistant setzt das Unternehmen auf spezialisierte, sichere und stark integrierte Lösungen zur Unterstützung seiner Mitarbeiter. Die Berichte zeigen deutlich, dass Apple den Wert von KI-gestützter Kommunikation erkannt hat. Auch wenn ein öffentlicher Chatbot derzeit nicht geplant ist, spielen dialogbasierte KI-Systeme intern bereits eine zentrale Rolle und könnten langfristig auch für externe Nutzer relevant werden. (Bild: Shutterstock / SnapASkyline)
- iPhone 18: Neuer Leak deutet auf extrem helles Display
- iPhone 18 Pro: Kleinere Dynamic Island statt radikalem Umbau
- iPhone Air 2: Kommt 2026 ein Update oder doch erst 2027?
- iPhone 18 Pro: Leaker widerspricht Gerüchten zur Frontkamera
- iPhone 18 Pro und Face ID: Was Apple beim Display plant
- M5 Max MacBook Pro vor Release: Prognosen zur Leistung
- iPhone 18 Pro: Neues Frontdesign mit Kamera links?
- MacBook Pro mit OLED macht entscheidenden Produktionsschritt
- iPhone Fold: Neue Details zu Technik, KI & Marktstrategie
- Apple und TSMC: KI-Boom stellt die Chip-Allianz auf die Probe
- iPhone 17e: Dynamic Island kommt, Display bleibt bei 60 Hz
- iOS 26.4 könnte Apple Notizen deutlich aufwerten
- iPhone Fold: Flüssigmetall-Scharnier und Titan-Gehäuse
- iPhone 18 Pro: Leak deutet große Änderungen beim Display an
- Apple könnte am 28. Januar ein High-End MacBook Pro vorstellen
- Apple trifft der KI-Boom: Wichtige Chipteile fehlen weltweit
- Apple optimiert Gemini selbst ohne Google-Branding bei Siri
- Apple Glasses: So wird aus der Nische endlich Massenmarkt
- Apple und KI: Partnerschaft mit Google als Übergangslösung
- Apple bereitet neue KI-Serverchips und Rechenzentren vor
- Apple, KI und TSMC: Warum sich das Machtgefüge ändert
- iPhone 2027: Warum das Jubiläumsmodell weniger radikal wird
- iPhone Fold ebnet Weg für dünneres Display im iPhone Air 2
- iPhone mit 200 Megapixeln? Leaker bremst Erwartungen



