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Apple Watch Series 12 soll den Puls dauerhaft messen

Milan Jovicic by Milan Jovicic
30. August 2026 - 18:44 CEST
in Apple Gerüchte
0
Apple Watch mit Gliederarmband auf hellem Stein – die Apple Watch Series 12 soll den Puls dauerhaft messen

Bild: Apfelpatient

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Zehn Tage vor der Keynote zeichnet sich ab, wo Apple bei der Uhr ansetzt: nicht am Gehäuse, sondern an den Daten. Der Herzfrequenzsensor soll künftig rund um die Uhr messen statt nur beim Training, und die Health- und Fitness-Apps bekommen einen Umbau. Beim Design bleibt dagegen alles beim Alten.

Für die Apple Watch Series 12 lag bislang vor allem ein Befund vor: Es wird kein großer Wurf. Weder Touch ID noch eine neue Gehäuseform haben sich in den vergangenen Monaten erhärtet, und der Stand der Gerüchte zur Series 12 las sich entsprechend nüchtern. Die aktuelle Ausgabe des Power-On-Newsletters von Bloomberg ergänzt nun zwei Punkte, die für Träger im Alltag mehr ändern als jedes Gehäusedetail.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Herzfrequenzsensor soll dauerhaft messen statt nur bei Trainings und in Stichproben
  • Health- und Fitness-App sollen umgebaut werden und mehr Wellness-Werte zeigen
  • Das Keramikgehäuse kehrt zurück, getestet werden Weiß und Dunkelgrau
  • Series 12 und Ultra 4 bekommen laut dem Bericht kein nennenswert verändertes Design
  • Ein Apple Watch SE 4 wird in diesem Jahr nicht erwartet

Herzfrequenz rund um die Uhr statt nur beim Training

Bisher misst die Apple Watch den Puls während Workouts durchgehend und ansonsten in Abständen von einigen Minuten. Genau das soll sich ändern: Der Sensor soll den Wert den ganzen Tag über aufzeichnen. Die Funktion befindet sich laut dem Bericht in der Erprobung.

Der Unterschied klingt technisch klein, entscheidet aber darüber, wie belastbar abgeleitete Werte sind. Schlafphasen, Erholungswerte und Stressindikatoren beruhen auf der Dichte der Messpunkte – wer stichprobenartig misst, rechnet mit Lücken.

Für die Akkulaufzeit ist das keine folgenlose Änderung. Ein dauerhaft aktiver optischer Sensor kostet Energie, und Apple hat bei den aktuellen Modellen zuletzt gerade erst zugelegt. Wie das Unternehmen beides zusammenbringt, sagt der Bericht nicht.

Health und Fitness sollen mehr zeigen als Ringe

Der zweite Punkt betrifft die Software. Apple arbeitet demnach daran, seine Health- und Fitness-Apps so umzubauen, dass sie mehr Wellness-Kennzahlen darstellen – ausdrücklich orientiert an dem, was Anbieter wie Whoop und Oura vormachen.

Deren Stärke liegt weniger in der Messung als in der Auswertung: Statt drei geschlossener Ringe zeigen sie, welche Faktoren Schlaf und Erholung beeinflusst haben. Beide lassen sich das bezahlen. Whoop funktioniert ausschließlich mit laufender Mitgliedschaft, und Oura verlangt in der Europäischen Union 5,99 Euro im Monat oder 69,99 Euro im Jahr; ohne Abo zeigt die App nur Basiswerte.

Apple verlangt für Health und Fitness bislang nichts – Fitness+ ist ein separates Trainingsangebot und für die Auswertung der eigenen Werte nicht nötig. Ob das so bleibt, wenn die Apps deutlich mehr leisten, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Keramik kehrt in zwei Farben zurück

Dass Apple das Keramikgehäuse wiederbeleben will, war seit Anfang August im Gespräch. Neu ist die Farbfrage: Getestet wurden Weiß und Dunkelgrau, also dieselbe Kombination wie bei der teuersten Ausführung der Series 3 aus dem Jahr 2017. Dazu sollen zahlreiche neue Armbandfarben und -varianten kommen.

Damit wäre die Gehäusevariante das einzige sichtbare Unterscheidungsmerkmal gegenüber der Series 11. Wer bislang mit einer Series 12 wegen des Aussehens geliebäugelt hat, entscheidet also über das Material, nicht über eine neue Form.

Der erste Architekturwechsel seit 2023

Der unauffälligste Punkt des Berichts ist der interessanteste: schnellere Leistung. Apple hat 2025 erstmals seit dem Start der Apple Watch auf einen neuen Prozessor verzichtet und in  Series 11, SE 3 und Ultra 3 denselben S10 verbaut, der schon in der Series 10 von 2024 steckte. Der Stillstand reicht sogar weiter zurück: S9 und S10 beruhen auf derselben Architektur mit der Kennung T8310, der S10 wurde für das dünnere Gehäuse der Series 10 lediglich verkleinert. Die letzte echte Neuerung liegt damit im Jahr 2023.

ModellJahrChipArchitektur
Apple Watch Series 92023S9T8310
Apple Watch Series 102024S10T8310
Apple Watch Series 112025S10T8310
Apple Watch SE 32025S10T8310
Apple Watch Ultra 32025S10T8310
Apple Watch Ultra 42026neuer ChipT8320 laut Codefunden

Für die Ultra 4 ist der Wechsel besser belegt als für die Series 12: In Codefunden taucht der Prozessor als T8320 auf, und das Gerät wird intern erstmals der neuen Familie „Watch8″ zugeordnet, während Series 9, 10 und 11 noch zur Vorgängerfamilie gehörten. Für ein Gerät, das dauerhaft Sensordaten verarbeiten und aufbereiten soll, ist das keine Nebensache – die beiden angekündigten Neuerungen hängen unmittelbar daran.

Was vor der Keynote davon übrig bleibt

Für dich heißt das vor dem 9. September: Der Reiz der neuen Modelle liegt in der Auswertung, nicht im Handgelenk-Auftritt. Wer eine Series 11 oder Ultra 3 trägt, bekommt einen Teil davon womöglich per Software nachgereicht – Apple hat zuletzt etwa die Bediengesten mit einer Hand, den Schlafindex und die Bluthochdruck-Warnungen auch für ältere Generationen freigegeben. Das große Redesign will Apple laut dem Bericht im kommenden Jahr fertig haben, es kann sich aber ins Jahr darauf verschieben.

Bis dahin bleibt die Frage, ob eine dauerhafte Pulsmessung ein Kaufgrund ist. Wäre dir die Dauermessung samt neuer Auswertung ein Upgrade wert – oder wartest du lieber auf das Modell mit neuem Gehäuse? Schreib uns in die Kommentare, was bei dir den Ausschlag gäbe.

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Tags: Apple WatchApple Watch Series 12Apple Watch Ultra
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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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