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macOS 26.7: Code zeigt zwei unbekannte Apple-Controller

Milan Jovicic by Milan Jovicic
4. September 2026 - 23:33 CEST
in Apple News
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Konzeptbild zum Apple Game-Controller: dunkler Spielecontroller auf einem Holzschreibtisch

KI-Konzeptbild, kein Apple-Design. (Bild: Apfelpatient / Canva AI)

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Im ersten Release Candidate von macOS 26.7 lagen Treiberprofile für zwei Spielecontroller, die sich dem System gegenüber als Apple-Hardware ausgeben. Beide haben Steuerkreuz, zwei Sticks, Schultertasten und analoge Trigger. In der zweiten Vorabfassung war der Code wieder verschwunden.

Der erste Release Candidate von macOS Tahoe 26.7 aus der Monatsmitte August ist inzwischen mehrfach durchsucht worden. Schon beim ersten Durchgang tauchten Verweise auf unveröffentlichte Apple-Geräte auf – iPhones, Macs und Zubehör für das Zuhause. Jetzt kommt eine Kategorie dazu, die es bei Apple noch nie als Produkt gab.

Gefunden hat die Profile derselbe Nutzer, dem zuvor die Surround-Abstimmungen für vier HomePods aufgefallen sind; er hat seine Funde im MacRumors-Forum dokumentiert und nennt dazu die Fundstellen. Nachprüfen lässt sich das über die öffentlichen Systemvergleiche auf GitHub, in denen die Unterschiede zwischen den Apple-Builds abgelegt sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • macOS 26.7 enthielt kurzzeitig Treiberprofile für zwei Spielecontroller
  • Beide Geräte melden sich dem System gegenüber als Apple-Hardware
  • Die Ausstattung entspricht dem, was Konsolencontroller heute bieten
  • Nur eines der beiden Modelle hat Lage- und Beschleunigungssensoren
  • Im zweiten Release Candidate war der Code nicht mehr enthalten

Was die Profile beschreiben

Beide Controller bringen die übliche Bestückung mit: ein Steuerkreuz, zwei Analogsticks, Schultertasten, analoge Trigger sowie eine Home- und eine Menütaste. Unterschiedlich fällt die Haptik aus – die Profile beschreiben für jedes Gerät ein eigenes Vibrationsverhalten.

Der auffälligere Unterschied liegt bei den Sensoren. Nur eines der beiden Modelle kann Lage und Beschleunigung erfassen, das andere nicht.

MerkmalModell mit BewegungssensorenModell ohne
Steuerkreuzjaja
Zwei Analogsticksjaja
Schultertastenjaja
Analoge Triggerjaja
Home- und Menütastejaja
Haptikeigenes Vibrationsprofilabweichendes Vibrationsprofil
Lage- und Beschleunigungssensorjanein

Diese Aufteilung passt zu zwei unterschiedlichen Einsatzzwecken. Bewegungssteuerung braucht, wer ein Gerät kippen oder zielen will; ein Controller ohne diese Sensoren ist günstiger zu bauen.

Warum das nach echter Hardware aussieht

Für beide Geräte liegen im Code eigene Hardware-Erweiterungen, also gerätespezifische Softwarebausteine. Ein reiner Platzhalter im Testsystem käme ohne solche Bausteine aus – sie sind ein Hinweis darauf, dass Apple mit tatsächlich vorhandenen Geräten arbeitet.

Damit ist allerdings nicht gesagt, wofür diese Geräte gedacht sind. Apple hält für Zertifizierung und Softwaretests eigene Referenzgeräte vor, die nie in den Handel kommen. Beides ist mit dem Fund vereinbar.

Kurz da, dann wieder weg

Bemerkenswert ist, was danach passierte: Im zweiten Release Candidate zu macOS 26.7 war der Code nicht mehr enthalten. Ob Apple ihn gezielt entfernt hat oder ob er ohnehin nur versehentlich in die erste Fassung geraten war, geht aus den Systemvergleichen nicht hervor.

Für die Bewertung des Funds macht das einen Unterschied. Code, der nur für wenige Wochen in einer Vorabfassung liegt und dann verschwindet, taugt schlechter als Beleg für ein baldiges Produkt als Code, der über mehrere Versionen wächst – wie es bei den HomePod-Abstimmungen der Fall ist.

Ein Controller aus Cupertino ist keine neue Idee

Im November 2025 wurde ein Apple-Patent für einen magnetischen Game-Controller für iPhone und iPad öffentlich. Das beschriebene Zubehör dockt seitlich am Gerät an und verwandelt es in eine Art Handheld.

Der jetzige Fund beschreibt etwas anderes: einen eigenständigen Controller mit vollem Tastenumfang, wie man ihn in die Hand nimmt und vor einen Bildschirm setzt. Beide Konzepte schließen einander nicht aus, adressieren aber verschiedene Geräte.

Gelegenheiten hätte es reichlich gegeben. Beim Apple TV, beim Start von Apple Arcade, beim Erscheinen der Vision Pro – jedes Mal wäre ein eigener Controller naheliegend gewesen. Apple hat stattdessen die Unterstützung für fremde Controller ausgebaut und für die Vision Pro sogar auf Sonys Sense-Controller gesetzt. Auf der GDC 2026 warb der Konzern für Mac-Gaming, ohne eigene Eingabegeräte zu zeigen. Gebündelt wird das Spielen auf den Apple-Plattformen inzwischen in der Games-App mit Bibliothek, Bestenlisten und Freundesaktivität – die Software steht also, die eigene Hardware fehlt.

Was ein eigener Controller können müsste

Wir rechnen nicht damit, dass Apple in absehbarer Zeit einen Controller vorstellt. Der belegte Ausgangspunkt dafür ist die Praxis der vergangenen Jahre: konsequenter Ausbau der Unterstützung für Geräte von Microsoft, Sony und Nintendo statt eigener Hardware – und ein Code-Fund, der nach einer Vorabfassung wieder verschwand.

Falls doch, müsste ein Apple-Controller etwas bieten, das die vorhandenen nicht haben. Ergonomisch ist bei Konsolencontrollern wenig zu gewinnen. Denkbar wären dagegen Kopplung ohne Umweg über Einstellungen, ein Wechsel zwischen iPhone, iPad, Mac und Apple TV ohne Neuverbindung und eine Ortung über „Wo ist?”. Wenn du bereits einen Xbox- oder PlayStation-Controller an deinen Apple-Geräten nutzt, wären genau das die Punkte, die einen Wechsel überhaupt rechtfertigen würden.

Was müsste ein Controller von Apple mitbringen, damit du deinen bisherigen ersetzt – nahtloses Umschalten zwischen den Geräten, Ortung bei Verlust, oder wäre der Preis ohnehin das Ausschlusskriterium? Schreib uns in die Kommentare, was dir an deinem aktuellen Controller fehlt.

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Tags: macOSmacOS 26.7TechPatient
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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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