Am 1. Oktober wächst der Katalog um fünf Spiele. Das auffälligste davon ist die erste offizielle Umsetzung einer Zeichentrickkatze, die seit sechzehn Jahren durchs Netz geistert – und drei der Neuzugänge laufen nicht auf allen Apple-Geräten.
Apple hat die Oktober-Neuzugänge für seinen Spieledienst angekündigt. Zwei davon sind exklusive Arcade-Titel, drei stammen aus dem App Store und kommen in einer Fassung ohne Werbung und ohne In-App-Käufe dazu. Der Ablauf entspricht dem der vergangenen Monate, zuletzt bei den beiden Puzzle-Titeln zum 3. September.
Das Wichtigste in Kürze
- Am 1. Oktober erscheinen fünf neue Titel auf Apple Arcade.
- Pusheen’s Place ist das erste offiziell lizenzierte Spiel mit der Comic-Katze und bleibt dem Dienst vorbehalten.
- River City Survivors bringt Zombie-Action mit über 20 spielbaren Figuren.
- Terraria+, Touchgrind BMX 2+ und 4 Pics 1 Word+ kommen als werbefreie App-Store-Umsetzungen.
- Die drei Plus-Titel laufen nur auf iPhone, iPad und Apple Vision Pro – nicht auf Mac und Apple TV.
Ein gemütliches Katzenparadies
Pusheen’s Place ist der Titel, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Gebaut wird darin ein Wohnraum für die graue Comic-Katze, dazu lassen sich nach Apples Angaben mehr als 100 Kätzchen sammeln und Räume für bekannte Varianten wie Pusheenicorn und Pancake Pusheen einrichten. Drei Minispiele mit den Namen Snack Stack, Parfait Pop und Batch Match gehören dazu.
Bemerkenswert ist weniger das Spielprinzip als der Zeitpunkt. Die Figur entstand 2010 als Nebenfigur eines Webcomics zweier Zeichner aus Illinois; ihr Name geht auf das irische Wort für Kätzchen zurück. Über Tumblr, Sticker-Sets und Plüschware wurde daraus eine Marke mit inzwischen über hundert Lizenznehmern weltweit. Bis zum ersten offiziell lizenzierten Spiel hat es trotzdem sechzehn Jahre gedauert.
Apple stellt den Titel neben seine wachsende Reihe entspannter Aufbauspiele, also neben Hello Kitty Island Adventure, Tamagotchi Adventure Kingdom und Cozy Caravan.
Zombies aus einer alten Prügelspielreihe
Deutlich lauter geht es bei River City Survivors zu. Das Spiel stammt aus der River-City-Reihe, die im deutschsprachigen Raum vor allem älteren Spielern ein Begriff sein dürfte, und folgt dem Muster der Survivors-Spiele: Gegnerwellen, Spezialangriffe, zufällige Verbesserungen pro Durchlauf.
Zur Auswahl stehen mehr als 20 Figuren, darunter die Serienveteranen Kunio und Riki. Bis zu zwei Begleiter lassen sich pro Runde anheuern.
Drei App-Store-Titel ohne Werbung
Die restlichen drei Neuzugänge sind bekannte Spiele in der Arcade-Fassung, die ohne Werbung und ohne Zusatzkäufe auskommt.
| Titel | Art | Verfügbar auf |
|---|---|---|
| Pusheen’s Place | Arcade Original | iPhone, iPad, Mac, Apple TV, Vision Pro |
| River City Survivors | Arcade Original | iPhone, iPad, Mac, Apple TV, Vision Pro |
| Terraria+ | App-Store-Titel | iPhone, iPad, Vision Pro |
| Touchgrind BMX 2+ | App-Store-Titel | iPhone, iPad, Vision Pro |
| 4 Pics 1 Word+ | App-Store-Titel | iPhone, iPad, Vision Pro |
Terraria+ enthält das Update mit der Kennung 1.4.5, das eine Zusammenarbeit mit Dead Cells und Figuren aus Palworld mitbringt. Über Game Center oder das lokale WLAN lassen sich bis zu sieben Mitspieler zusammenbringen. Touchgrind BMX 2+ setzt auf eine Steuerung mit zwei Fingern, 4 Pics 1 Word+ ist die werbefreie Variante des Bilderrätsels.
Der Unterschied, der in der Fußnote steht
Die Geräteliste in der Tabelle stammt nicht aus dem Fließtext der Ankündigung, sondern aus deren Fußnoten – und sie ist der praktisch wichtigste Teil der Meldung. Arcade Originals laufen auf iPhone, iPad, Mac, Apple TV und Apple Vision Pro. Die aus dem App Store übernommenen Titel dagegen nur auf iPhone, iPad und Vision Pro.
Wer also Terraria auf dem großen Bildschirm über Apple TV spielen wollte oder am Mac, schaut in die Röhre. Für dich heißt das bei den drei Plus-Titeln: Der Dienst ist dort ein Handy- und Tablet-Angebot, kein Wohnzimmer-Angebot. Welche Titel auf welchem Gerät liegen, lässt sich am schnellsten in der Apple Games App nachsehen.
Preise im deutschsprachigen Raum
Der Dienst kostet laut Apples Mitteilung 6,99 Euro im Monat, mit einem Gratismonat zum Start. Wer ein neues iPhone, iPad, einen Mac oder ein Apple TV kauft, bekommt drei Monate ohne Berechnung dazu. In den Apple-One-Paketen ist Arcade enthalten: 19,95 Euro für die Einzelperson, 25,95 Euro für die Familie, 34,95 Euro im Premium-Paket.
Ein Abonnement gilt für bis zu sechs Personen in einer Familienfreigabe. Der Katalog umfasst nach Apples Angabe über 200 Spiele, wobei die Verfügbarkeit je nach Gerät und Region abweichen kann.
Was der Oktober für den Dienst bedeutet
Die Mischung ist typisch für Apples Strategie der vergangenen Monate: ein Exklusivtitel mit bekannter Marke als Zugpferd, ein Genre-Vertreter für die aktive Zielgruppe und drei App-Store-Klassiker als Katalogfüller. Der Anteil zugekaufter Titel ist dabei größer als der Anteil echter Eigenproduktionen – drei zu zwei.
Das ist keine Kritik am Angebot, sondern eine Beobachtung zur Ausrichtung: Arcade wird zunehmend als werbefreie Version des App Store positioniert und weniger als Heimat exklusiver Entwicklungen. Für Familien mit Kindern, die sonst ständig auf Kaufaufforderungen stoßen, ist genau das der Wert des Abos.
Spielst du auf Apple-Geräten eher unterwegs oder am Fernseher – und stört es dich, dass ausgerechnet die bekannten App-Store-Titel nicht auf Apple TV laufen? Erzähl uns in den Kommentaren, wie du den Dienst nutzt.



