Seit dem 1. April können russische Nutzer keine neuen Käufe oder Abonnements mehr über Apple-Dienste abschließen. Hintergrund ist offenbar eine Anordnung der russischen Regierung.
Apple hat die Zahlungsabwicklung für den App Store und zahlreiche weitere Dienste in Russland eingestellt. Damit verschärft das Unternehmen seine ohnehin bestehenden Einschränkungen auf dem russischen Markt erneut – mehr als vier Jahre nach dem ursprünglichen Verkaufsstopp aller Apple-Produkte in Russland im Zuge des Ukraine-Kriegs.
Apple in Russland: Was sich ändert
Laut einem neuen Apple Support-Dokument sind ab dem 1. April 2026 keine neuen Käufe, In-App-Käufe und Abonnement-Verlängerungen mehr möglich – es sei denn, ein Nutzer verfügt noch über ein bestehendes Guthaben auf seinem Apple-Account. Dieses kann weiterhin verwendet werden.
Die Änderung betrifft ein breites Spektrum an Diensten: App Store, Apple Music, Apple Arcade, Apple Fitness+, Apple TV, Apple One, Apple Podcasts-Abonnements, iCloud+, iTunes Store und den Kauf von Klingeltönen. Apple stellt klar, dass bereits gekaufte Apps und Inhalte weiterhin verfügbar bleiben und iCloud-Daten auch nach dem Ende eines iCloud+-Abonnements zugänglich sind.
Hintergründe: Russische Regierung als Auslöser
Der Schritt geht Berichten zufolge auf eine Anordnung der russischen Regierung zurück. Moskau soll damit bezwecken, Apple unter Druck zu setzen: Die entgangenen Einnahmen aus dem Dienste-Geschäft sollen das Unternehmen dazu bewegen, bestimmte populäre russische Apps wieder im App Store verfügbar zu machen. Diese waren zuvor aufgrund westlicher Sanktionen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine entfernt worden.
Die Logik dahinter: Wenn Apple durch den Verlust der Service-Einnahmen wirtschaftlichen Schaden erleidet, könnte es eher bereit sein, die sanktionierten Apps wieder aufzunehmen. Apple hat sich zu dieser Darstellung bislang nicht geäußert.
Eine schrittweise Eskalation seit 2022
Die Abschaltung der Zahlungsabwicklung ist der jüngste Schritt in einer langen Kette von Einschränkungen. Bereits im März 2022 hatte Apple als Reaktion auf den Kriegsbeginn alle Produktverkäufe in Russland gestoppt, Apple Pay eingeschränkt und die russischen Staatsmedien RT News und Sputnik News aus dem App Store entfernt.
Seitdem hat Russland seinerseits Maßnahmen gegen Apple ergriffen, darunter die Sperrung von FaceTime und Einschränkungen bei iCloud-Diensten. Die nun deaktivierte Zahlungsfunktion stellt eine weitere Eskalationsstufe dar – diesmal allerdings offenbar auf Anordnung der russischen Seite, nicht auf Initiative von Apple.
Auswirkungen für Apple-Nutzer in Russland
Für die verbliebenen Apple-Nutzer in Russland bedeutet die Änderung, dass der Zugang zu digitalen Inhalten und Diensten massiv eingeschränkt wird. Bestehende Abonnements laufen aus, ohne dass sie erneuert werden können. Neue Apps und Spiele lassen sich nur noch über vorhandenes Guthaben erwerben. Langfristig dürfte das die Attraktivität des Apple-Ökosystems in Russland weiter verringern – ein Effekt, der allerdings seit dem Verkaufsstopp 2022 bereits deutlich spürbar ist. (Bild: Shutterstock / BigTunaOnline)
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