Apple hat neue Sicherheitsupdates für ältere iPhones und iPads veröffentlicht. Die Versionen iOS 16.7.15, iOS 15.8.7, iPadOS 16.7.15 und iPadOS 15.8.7 enthalten wichtige Sicherheitskorrekturen. Laut Apple beheben die Updates Schwachstellen, die mit dem sogenannten Coruna-Exploit in Verbindung stehen.
Der Exploit wurde vor Kurzem von Google und iVerify veröffentlicht. Apple bestätigte inzwischen, dass die neuen Updates mehrere Kernel- und WebKit-Sicherheitslücken schließen, die Teil dieser Angriffskette sind. Besonders relevant sind die Updates für Geräte, die nicht mehr auf die neuesten iOS-Versionen aktualisiert werden können.
Sicherheitslücken in mobilen Betriebssystemen werden häufig erst durch komplexe Angriffsketten wirklich gefährlich. Der Coruna-Exploit nutzt genau diese Methode. Mehrere Schwachstellen werden miteinander kombiniert, um Zugriff auf ein Gerät zu erhalten.
Nachdem Google und iVerify Details zu Coruna veröffentlicht hatten, reagierte Apple relativ schnell und stellte Updates für ältere Geräte bereit. Kurz darauf veröffentlichte das Unternehmen auch die technischen Details zu den behobenen Sicherheitsproblemen.
Coruna-Exploit nutzt mehrere Schwachstellen
Der Coruna-Exploit kombiniert mehrere Sicherheitslücken im System. Insgesamt nutzt er:
- fünf vollständige iOS-Exploit-Ketten
- 23 einzelne Sicherheitslücken
Damit können Geräte mit iOS-Versionen von iOS 13 bis iOS 17.2.1 angegriffen werden. Besonders betroffen sind der Kernel des Betriebssystems sowie WebKit, die Rendering-Engine für Webinhalte.
Apple veröffentlicht Sicherheitsupdates
Apple stellte mehrere Updates bereit, um die Schwachstellen zu schließen:
- iOS 16.7.15
- iOS 15.8.7
- iPadOS 16.7.15
- iPadOS 15.8.7
Apple erklärte zunächst nur, dass die Updates wichtige Sicherheitskorrekturen enthalten. Später bestätigte das Unternehmen, dass die Fixes speziell im Zusammenhang mit dem Coruna-Exploit stehen und Kernel- sowie WebKit-Probleme beheben.
Sicherheitsinhalte von iOS 15.8.7 und iPadOS 15.8.7
Die Updates stehen für folgende Geräte zur Verfügung:
- iPhone 6s
- iPhone 7
- iPhone SE (1. Generation)
- iPad Air 2
- iPad mini (4. Generation)
- iPod touch (7. Generation)
Kernel-Schwachstelle
Eine App konnte möglicherweise beliebigen Code mit Kernel-Rechten ausführen. Ursache war ein Use-after-free-Fehler in der Speicherverwaltung.
Apple hat das Problem durch eine verbesserte Speicherverwaltung behoben.
- CVE-2023-41974
- entdeckt von Félix Poulin-Bélanger
Der Fix wurde ursprünglich bereits in iOS 17 am 18. September 2023 eingeführt und wird nun auf ältere Geräte übertragen.
WebKit-Sicherheitslücken
Mehrere Schwachstellen betreffen WebKit, die Engine für Webinhalte.
Eine Schwachstelle (CVE-2024-23222) konnte dazu führen, dass manipulierte Webseiten beliebigen Code ausführen. Ursache war ein Typkonfliktproblem, das durch verbesserte Sicherheitsprüfungen behoben wurde. Der Fix erschien erstmals mit iOS 17.3 am 22. Januar 2024.
Weitere Schwachstellen (CVE-2023-43000 und CVE-2023-43010) konnten durch manipulierte Webinhalte zu Speicherbeschädigungen führen. Beide Probleme wurden durch verbesserte Speicherverwaltung behoben. Die Fixes stammen ursprünglich aus iOS 16.6 (24. Juli 2023) und iOS 17.2 (11. Dezember 2023).
Sicherheitsinhalte von iOS 16.7.15 und iPadOS 16.7.15
Diese Updates richten sich unter anderem an:
- iPhone 8
- iPhone 8 Plus
- iPhone X
- iPad (5. Generation)
- iPad Pro 9,7 Zoll
- iPad Pro 12,9 Zoll (1. Generation)
Hier wurde ebenfalls die WebKit-Schwachstelle CVE-2023-43010 behoben. Auch sie konnte durch manipulierte Webinhalte zu Speicherproblemen führen und wurde durch verbesserte Speicherverwaltung korrigiert.
Apple bringt wichtige Sicherheitsupdates für ältere iPhones und iPads
Mit den Updates iOS 16.7.15, iOS 15.8.7, iPadOS 16.7.15 und iPadOS 15.8.7 schließt Apple mehrere Sicherheitslücken, die im Coruna-Exploit genutzt werden. Besonders ältere Geräte profitieren davon, da sie keine neueren iOS-Versionen mehr erhalten.
Die Updates übertragen wichtige Sicherheitsfixes aus neueren Systemversionen auf ältere Geräte und reduzieren damit das Risiko möglicher Angriffe. Für betroffene Geräte bleibt es daher wichtig, die verfügbaren Updates zu installieren und das System aktuell zu halten. (Bild: Shutterstock / KanawatTH)
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