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Apple im Vorteil: Laptop-Preise könnten stark steigen

Milan Jovicic by Milan Jovicic
10. März 2026 - 13:54 CET
in Apple News
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MacBook Air Apple

Bild: Apple

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Der Laptop-Markt könnte in den kommenden Jahren deutlich teurer werden. Neue Analysen zeigen, dass steigende Kosten für zentrale Hardwarekomponenten die Preise für Notebooks massiv erhöhen könnten. Besonders Speicher und Prozessoren entwickeln sich derzeit zu den größten Kostentreibern.

In diesem Umfeld befindet sich Apple in einer vergleichsweise günstigen Position. Während viele Hersteller stark von externen Chip-Lieferanten abhängig sind, entwickelt Apple eigene Prozessoren. Gleichzeitig erweitert das Unternehmen seine Mac-Produktpalette deutlich und deckt damit künftig eine größere Preisspanne ab als bisher.

Die aktuelle Entwicklung im Laptop-Markt zeigt, wie stark Hardwarepreise von globalen Lieferketten abhängen. Wenn zentrale Komponenten teurer werden, wirkt sich das fast immer direkt auf den Endpreis eines Geräts aus.

Eine Analyse des Marktforschungsunternehmens TrendForce deutet darauf hin, dass genau diese Situation gerade entsteht. Steigende Preise für Speicherchips und Prozessoren könnten die Produktionskosten von Laptops erheblich erhöhen. Hersteller stehen dadurch vor der Entscheidung, entweder ihre Gewinnmargen zu reduzieren oder die höheren Kosten an Käufer weiterzugeben.

Für Apple könnte diese Situation strategische Vorteile bringen, auch wenn das Unternehmen selbst nicht vollständig vor den steigenden Kosten geschützt ist.

Prognose: Laptop-Preise könnten stark steigen

Laut TrendForce könnten die Preise für Mainstream-Laptops bis zum Jahr 2026 um fast 40 % steigen. Die Analyse basiert auf einem Beispielmodell mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 900 US-Dollar.

Besonders stark gestiegen sind in den vergangenen Quartalen die Kosten für DRAM-Arbeitsspeicher und SSD-Speicher. Diese beiden Komponenten machten traditionell etwa 15 % der Materialkosten eines Laptops aus. Durch mehrere Quartale mit deutlichen Preissteigerungen liegt ihr Anteil inzwischen bei über 30 %.

Wenn Hersteller ihre bisherigen Gewinnmargen beibehalten wollen, könnte allein dieser Kostenanstieg die Verkaufspreise von Laptops um mehr als 30 % erhöhen.

Auch Prozessoren werden teurer

Neben Speicher steigen auch die Kosten für Prozessoren. Laut dem Bericht hat Intel die Preise für Einsteiger- und ältere Laptop-CPUs bereits um mehr als 15 % angehoben.

Darüber hinaus sind weitere Preiserhöhungen geplant. Für das zweite Quartal werden laut TrendForce zusätzliche Preissteigerungen für Mainstream- und High-End-Plattformen erwartet.

Wenn sich diese Entwicklungen kombinieren, könnten CPU und Speicher zusammen etwa 58 % der gesamten Laptop-Komponentenkosten ausmachen. Aktuell liegt dieser Anteil noch bei etwa 45 %.

Apples eigener Chip-Ansatz als Vorteil

Apple ist in dieser Situation teilweise besser aufgestellt als viele andere Laptop-Hersteller. Der wichtigste Grund ist die eigene Chipentwicklung.

Statt Prozessoren von Intel zu verwenden, entwickelt Apple seine eigenen Chips. Diese Strategie reduziert die direkte Abhängigkeit von Preisschwankungen bei Intel-CPUs.

Ein Beispiel ist der A18 Pro-Chip im MacBook Neo. Dieser Chip wird von TSMC produziert und basiert auf direkten Lieferverträgen zwischen Apple und dem Auftragsfertiger. Dadurch erhält Apple mehr Kontrolle über Produktion, Verfügbarkeit und Kosten der Prozessoren.

Diese vertikale Integration verschafft Apple einen gewissen Schutz vor den aktuellen Preissteigerungen bei Intel-Prozessoren.

Apple bleibt vom Speichermarkt abhängig

Trotz eigener Chips ist Apple nicht vollständig gegen die Entwicklungen im Hardwaremarkt abgesichert. Besonders der Markt für Speicherkomponenten betrifft alle Laptop-Hersteller gleichermaßen.

DRAM-Arbeitsspeicher und NAND-Flash-Speicher sind zentrale Bauteile in jedem Mac. Steigende Preise in diesem Bereich wirken sich daher auf alle Modelle aus.

Das gilt sowohl für Einsteigergeräte wie das MacBook Neo, das mit fest verbauten 8 GB Arbeitsspeicher ausgestattet ist, als auch für leistungsstärkere Macs mit größeren Speicher- und RAM-Konfigurationen, etwa das MacBook Pro.

Änderungen beim Mac Studio zeigen den Kostendruck

Dass auch Apple auf steigende Hardwarepreise reagieren muss, zeigt eine aktuelle Änderung beim Mac Studio. Apple hat kürzlich die Option für ein 512-GB-Speicher-Upgrade beim Kauf dieses Geräts entfernt.

Damit ist das Gerät aktuell nur noch mit maximal 256 GB verfügbar.

Gleichzeitig wurde eine bestehende Upgrade-Option deutlich teurer. Früher kostete es etwa 1.600 US-Dollar, beim High-End-Modell mit M3 Ultra den Arbeitsspeicher von 96 GB auf 256 GB zu erweitern. Inzwischen liegt der Preis für dieses Upgrade bei rund 2.000 US-Dollar.

Diese Änderungen zeigen, dass selbst ein Unternehmen mit großer Marktmacht wie Apple nicht vollständig gegen steigende Komponentenpreise geschützt ist.

Apples Mac-Portfolio wird breiter

Parallel zu diesen Marktveränderungen baut Apple seine Mac-Produktpalette weiter aus. Die Preisspanne innerhalb der MacBook-Reihe könnte dadurch größer werden als jemals zuvor.

Am unteren Ende des Marktes wurde ein neues Modell positioniert: das MacBook Neo. Dieses Gerät kostet rund 699 Euro und senkt damit den Einstiegspreis für ein MacBook deutlich.

Am anderen Ende der Produktpalette könnte noch in diesem Jahr ein besonders leistungsstarkes Premium-Modell erscheinen, das als MacBook „Ultra“ bezeichnet wird.

Durch diese Erweiterung deckt Apple künftig eine größere Bandbreite an Preis- und Leistungsklassen ab.

Starke Lieferketten helfen großen Herstellern

TrendForce weist darauf hin, dass sogenannte Tier-1-Marken mit engen Beziehungen zu ihren Lieferanten am besten mit steigenden Komponentenpreisen umgehen können.

Diese Hersteller verfügen in der Regel über langfristige Verträge, stabile Lieferketten und eine starke Verhandlungsposition gegenüber Zulieferern.

Apple gehört zu diesen Unternehmen. Die engen Partnerschaften mit Herstellern wie TSMC und anderen Komponentenlieferanten helfen dabei, Produktionskosten besser zu kontrollieren und Lieferengpässe zu vermeiden.

Trotzdem zeigt die Anpassung beim Mac Studio, dass auch Apple nicht vollständig vor dem allgemeinen Kostendruck im Hardwaremarkt geschützt ist.

Steigende Laptop-Preise: Apple könnte im Vorteil sein

Der Laptop-Markt könnte vor einer deutlichen Preisverschiebung stehen. Steigende Kosten für DRAM-Speicher, SSD-Speicher und Prozessoren könnten die Preise für viele Geräte bis 2026 um bis zu 40 % erhöhen.

Apple befindet sich in dieser Situation in einer relativ starken Position. Die eigene Chipentwicklung reduziert die Abhängigkeit von Intel-Prozessoren, und enge Lieferketten helfen beim Umgang mit steigenden Kosten.

Dennoch bleibt auch Apple von globalen Marktbewegungen betroffen, vor allem im Bereich Speicher. Die jüngsten Änderungen beim Mac Studio zeigen, dass selbst große Hersteller auf steigende Hardwarepreise reagieren müssen. (Bild: Apple)

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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