Tim Cook hat sich in einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter von Apple zu den tödlichen Ereignissen in Minneapolis geäußert. Der Schritt erfolgte nach öffentlicher Kritik an seiner Teilnahme an einer VIP-Veranstaltung im Weißen Haus, nur wenige Stunden nach der Erschießung von Alex Pretti durch ICE-Beamte. Der Inhalt des Schreibens wurde von Bloomberg veröffentlicht und gibt Einblick darin, wie der Apple-CEO die Situation intern einordnet.
Seit der Wiederwahl von Donald Trump ist Tim Cook regelmäßig bei Veranstaltungen der US-Regierung präsent. Dazu zählen politische Ankündigungen im Weißen Haus, Briefings auf Kabinettsebene sowie internationale Termine mit Regierungsvertretern. Trump erwähnt Tim Cook häufig positiv in Reden und hebt dessen Rolle für die US-Wirtschaft hervor.
Diese Nähe zur Regierung wird seit Längerem kritisch beobachtet. Am vergangenen Wochenende rückte sie erneut in den Fokus, als Tim Cook an einer exklusiven Vorschau des Dokumentarfilms „Melania“ im Weißen Haus teilnahm. Zu diesem Zeitpunkt war erst wenige Stunden zuvor Alex Pretti in Minneapolis von ICE-Beamten erschossen worden. Der zeitliche Zusammenhang löste scharfe Reaktionen und neue Diskussionen über Cooks Verhältnis zum Präsidenten aus.
Die interne Mitteilung von Tim Cook
Nach den öffentlichen Reaktionen verschickte Tim Cook laut Bloomberg eine interne Nachricht an die Belegschaft von Apple. Darin bezog er sich allgemein auf „die Ereignisse in Minneapolis“ und verzichtete auf eine detaillierte politische Einordnung.
Zu Beginn des Schreibens erklärte Cook, die Geschehnisse hätten ihn zutiefst erschüttert. Seine Gebete und sein tiefstes Mitgefühl gälten den Familien, den betroffenen Gemeinden und allen Menschen, die unter den Folgen leiden.
Appell zur Deeskalation und Werteverständnis
In der Mitteilung betont Tim Cook, dass nun die Zeit gekommen sei, die Lage zu deeskalieren. Er schreibt, Amerika sei dann am stärksten, wenn es seinen höchsten Idealen gerecht werde. Dazu zählt er den respektvollen und würdevollen Umgang mit allen Menschen, unabhängig davon, wer sie sind oder woher sie kommen. Ebenso hebt er die Bedeutung der gemeinsamen Menschlichkeit hervor.
Diese Grundsätze stellt Cook ausdrücklich in Zusammenhang mit der Unternehmenskultur von Apple. Er macht deutlich, dass sich das Unternehmen seit jeher für diese Werte einsetze und sie als festen Bestandteil seiner Identität betrachte.
Gespräch mit Donald Trump
Ein weiterer Punkt der internen Mitteilung ist ein persönliches Gespräch zwischen Tim Cook und Donald Trump. Cook schreibt, er habe in dieser Woche ein gutes Gespräch mit dem Präsidenten geführt und dabei seine eigenen Ansichten geteilt. Konkrete Inhalte dieses Austauschs nennt er nicht. Er erwähnt jedoch, dass er die Offenheit des Präsidenten schätze, sich mit Themen zu befassen, die viele Menschen bewegen.
Reaktionen innerhalb von Apple
Tim Cook geht in seinem Schreiben auch auf die emotionale Belastung ein, die die Ereignisse für viele Mitarbeiter darstellen. Er erkennt an, dass die Situation schwierig und aufwühlend sei, und zeigt Verständnis für diese Reaktionen.
Gleichzeitig äußert er Stolz auf die Teams von Apple. Besonders hebt er hervor, wie sehr sich die Mitarbeiter weltweit um das Geschehen außerhalb des Unternehmens kümmern. Diese Empathie bezeichnet er als eine der größten Stärken von Apple und als etwas, das im Unternehmen gemeinsam geschätzt werde. Am Ende bedankt er sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern für ihre Arbeit und ihr Engagement.
Einordnung im weiteren Kontext
Die Stellungnahme von Tim Cook erschien am selben Tag, an dem sich auch andere führende Köpfe der Tech-Branche zu den jüngsten Tötungen äußerten. Dazu gehörten unter anderem Sam Altman von OpenAI sowie Dario Amodei von Anthropic.
Wie Tim Cook vermieden auch sie eine direkte Konfrontation mit der US-Regierung. Altman erklärte, die ICE gehe zu weit, während Amodei die Bedeutung der Wahrung demokratischer Werte betonte.
Apple CEO Tim Cook: Ein vorsichtiger Balanceakt zwischen Haltung und Zurückhaltung
Der interne Brief zeigt, wie Tim Cook versucht, auf Kritik und gesellschaftliche Spannungen zu reagieren, ohne öffentlich in eine offene politische Auseinandersetzung zu gehen. Die Mitteilung bleibt allgemein, setzt auf Werte, Empathie und Deeskalation und richtet sich klar nach innen. Gleichzeitig verdeutlicht sie den anhaltenden Balanceakt, den Tim Cook als CEO eines globalen Technologieunternehmens zwischen politischer Nähe, öffentlicher Erwartung und unternehmerischer Zurückhaltung bewältigen muss. (Bild: Shutterstock / Ringo Chiu)
- Apple TV mit neun Nennungen bei den Writers Guild Awards
- Apple TV verlängert „Shrinking“ um eine vierte Staffel
- App Store: Bericht zeigt Ausmaß problematischer Apps
- Apples iPad wird 16 Jahre alt – so begann die Tablet-Ära
- WhatsApp verbessert Datenschutz mit Anti-Spyware-Update
- Apple Services schwächer? iPhone 17 Pro gleicht vieles aus
- Meta plant Premium-Abos für Instagram, Facebook und WhatsApp
- iPhone 5s bekommt iOS-Update 13 Jahre nach Marktstart
- Apple profitiert vom Premium-Boom im indischen Markt
- iOS 26.3 schränkt Standortdaten für Netzbetreiber ein
- ChatGPT Health im Test: Wenn KI Herzdaten falsch liest
- Apple setzt Testphase fort: iOS 26.3 Beta 3 ist da
- iOS 26.2.1 bringt AirTag-2-Support und wichtige Fixes
- Grok erzeugte CSAM-Bilder: Ermittlungen in der EU laufen
- Apple Aktie im Aufwind: JP Morgan erhöht Ziel auf 315 US-Dollar
- Apple stellt neues Black Unity Apple Watch Armband vor
- AirTag 2 vorgestellt: Mehr Reichweite, Ortung und Schutz
- Apple und neue Macs: Kommen höhere Speicherpreise?
- Apple und Indien: Kartellverfahren mit globaler Sprengkraft
- Datenleck ohne Hack: So kamen 149 Millionen Passwörter ins Netz
- WhatsApp testet neue Gruppenfunktion für Chat-Verläufe
- Apple bleibt Branchenmaßstab im Fortune-Ranking 2026
- Apple Event für Kreative: Kommt das neue MacBook Pro?



