Anthropic hat das zweite Upgrade seines Claude-Modells in diesem Monat veröffentlicht. Mit Claude Sonnet 4.6 erhält das mittelgroße Modell der Claude-Familie ein umfassendes Update. Im Mittelpunkt stehen deutlich verbesserte Programmierfähigkeiten, ein stark erweitertes Kontextfenster und eine spürbare Leistungssteigerung in zentralen Arbeitsbereichen wie Wissensarbeit und agentenbasierter Planung. Besonders relevant ist die Entscheidung von Anthropic, Sonnet 4.6 künftig standardmäßig in der kostenlosen Version von Claude einzusetzen. Damit wird ein großer Teil der neuen Leistungsfähigkeit unmittelbar breit verfügbar.
Anthropic entwickelt seine Claude-Modelle in kurzen Innovationszyklen weiter. Claude Sonnet ist dabei als mittelgroßes Modell positioniert, also zwischen leistungsstarken High-End-Varianten und leichteren Versionen für breitere Nutzungsszenarien.
Claude Sonnet 4.6 ist das erste Upgrade dieses Modelltyps seit der Veröffentlichung von Version 4.5 im September 2025. Die aktuelle Version stellt laut Anthropic ein „vollständiges Upgrade der Fähigkeiten“ dar und betrifft mehrere Kernbereiche gleichzeitig.
Anfang dieses Monats hatte Anthropic bereits Claude Opus 4.6 veröffentlicht. Dieses Modell wurde mit mehr Autonomie und besserer Fokussierung ausgestattet. Die Veröffentlichung von Sonnet 4.6 folgt nun als weiterer Schritt innerhalb derselben Entwicklungsphase.
Deutlich erweiterte Modellfähigkeiten
Claude Sonnet 4.6 verfügt über ein 1-Million-Token-Kontextfenster. Damit kann das Modell extrem umfangreiche Texte, Dokumentationen, Codebasen oder Projektstrukturen verarbeiten und über lange Zusammenhänge hinweg konsistent argumentieren. Anthropic beschreibt das Update als vollständige Überarbeitung der Modellfähigkeiten in folgenden Bereichen:
- Codierung
- Computernutzung
- Langzeitkontext-Argumentation
- Agentenplanung
- Wissensarbeit
- Design
Die Verbesserungen betreffen nicht nur einzelne Leistungskennzahlen, sondern die generelle Konsistenz und Zuverlässigkeit des Modells bei komplexen Aufgaben.
Verbesserte Programmierfähigkeiten
Ein zentraler Fokus des Updates liegt auf der Softwareentwicklung. Laut Anthropic bringt Claude Sonnet 4.6 „deutlich verbesserte Programmierfähigkeiten“. Konkret werden folgende Verbesserungen genannt:
- höhere Konsistenz bei der Codegenerierung
- bessere Befolgung von Anweisungen
- stabilere und nachvollziehbarere Ausgaben
Entwickler mit Early Access bevorzugen Sonnet 4.6 laut Anthropic mit großem Abstand gegenüber dem Vorgänger Sonnet 4.5. In vielen Fällen wird das Modell sogar dem intelligentesten Modell vom November 2025 vorgezogen, nämlich Claude Opus 4.5.
Leistungen, für die zuvor ein Modell der Opus-Klasse erforderlich war, sind nun mit Sonnet 4.6 möglich. Das betrifft nicht nur experimentelle Anwendungsfälle, sondern auch reale, wirtschaftlich relevante Büro- und Entwicklungsaufgaben.
Verbesserte Computerkenntnisse und agentenbasierte Nutzung
Neben der Codierung zeigt Sonnet 4.6 laut Anthropic eine deutliche Verbesserung der Computerkenntnisse im Vergleich zu früheren Sonnet-Modellen. Das Modell arbeitet strukturierter mit digitalen Umgebungen, plant Aufgaben zuverlässiger und bewältigt mehrstufige Prozesse konsistenter.
Diese Weiterentwicklung passt zur strategischen Ausrichtung von Anthropic im Bereich agentenbasierter KI-Systeme. Kürzlich hat auch Apple Anthropic in seine Entwicklungsumgebung integriert. In Xcode wird agentenbasiertes Codieren unter Nutzung von Claude Agent unterstützt. Damit erhält Claude zusätzliche Relevanz im professionellen Entwicklungsumfeld.
Aufwertung der kostenlosen Version von Claude
Eine wichtige Änderung betrifft die kostenlose Stufe von Claude. Anthropic setzt dort nun standardmäßig Claude Sonnet 4.6 ein. Damit stehen Nutzern der Gratisversion folgende Funktionen zur Verfügung:
- Dateierstellung
- Konnektoren
- Fähigkeiten
- Komprimierung
Diese Funktionen waren zuvor nicht in dieser Form oder nicht in dieser Leistungsstufe verfügbar. Die kostenlose Version wird dadurch funktional deutlich aufgewertet und rückt näher an kostenpflichtige Angebote heran.
Anthropic stärkt das Mittelfeld mit High-End-Niveau
Mit Claude Sonnet 4.6 stärkt Anthropic gezielt das Mittelklasse-Segment seiner Modellfamilie. Das Modell erreicht laut Hersteller in vielen Szenarien ein Leistungsniveau, das bislang Flaggschiff-Modellen vorbehalten war.
Gleichzeitig wird durch die Integration in die kostenlose Version die Reichweite der neuen Funktionen erhöht. In Kombination mit der jüngsten Veröffentlichung von Claude Opus 4.6 zeigt sich eine klare Entwicklungsdynamik innerhalb der Claude-Reihe.
Anthropic beschleunigt die Weiterentwicklung von Claude
Claude Sonnet 4.6 markiert ein umfassendes Upgrade des mittelgroßen Modells von Anthropic. Mit einem 1-Million-Token-Kontextfenster, deutlich verbesserten Programmierfähigkeiten und erweiterten Funktionen in der kostenlosen Version verschiebt sich das Leistungsniveau innerhalb der Modellfamilie spürbar. Anthropic setzt damit auf schnelle Innovationszyklen, stärkere Agentenfähigkeit und eine breitere Verfügbarkeit fortgeschrittener KI-Funktionen. (Bild: Shutterstock / gguy)
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