Apple steht offenbar kurz davor, erste konkrete Ergebnisse aus der Zusammenarbeit mit Google Gemini zu zeigen. Nachdem Apple über Jahre hinweg Schwierigkeiten hatte, eigene leistungsfähige KI-Modelle für Siri und Apple Intelligence zu entwickeln, setzt das Unternehmen nun auf externe Unterstützung. Bereits nächsten Monat sollen Nutzer erstmals sehen können, wie sich diese Partnerschaft in der Praxis auswirkt.
Die Ankündigungen rund um Apple Intelligence auf der WWDC im Juni 2024 haben hohe Erwartungen geweckt. Gleichzeitig zog sich die Umsetzung deutlich länger hin als geplant. Viele Funktionen wurden mehrfach verschoben oder nur vage in Aussicht gestellt. Mit dem Wechsel auf Gemini-Modelle scheint Apple nun einen pragmatischen Kurs eingeschlagen zu haben, um die eigenen Versprechen endlich einzulösen.
Apple und Google: Start der Gemini-Integration rückt näher
Anfang dieses Monats haben Apple und Google offiziell bestätigt, dass sie im Bereich Künstliche Intelligenz zusammenarbeiten. Künftig sollen Gemini-Modelle die Grundlage für zentrale Apple-Intelligence-Funktionen bilden.
Laut Mark Gurman von Bloomberg soll diese Partnerschaft planmäßig bereits mit der Beta von iOS 26.4 starten. Der Rollout wird für die zweite Februarhälfte erwartet. Apple plant, die neuen Funktionen öffentlich zu zeigen und dabei auch konkrete Demos zu präsentieren.
Noch ist offen, in welchem Rahmen diese Vorstellung stattfindet. Möglich ist sowohl ein größeres Event als auch eine kleinere, streng kontrollierte Presseveranstaltung, etwa im New Yorker Medienloft von Apple. Unabhängig vom Format gilt: Die Präsentation ist nur noch wenige Wochen entfernt.
Neue Siri-Funktionen mit iOS 26.4
Mit iOS 26.4 soll Siri spürbar leistungsfähiger werden. Die Assistenz versteht besser, was auf dem Bildschirm passiert, kann persönliche Zusammenhänge erkennen und aktiv Aktionen innerhalb von Apps ausführen. Damit nähert sich Siri erstmals dem Funktionsumfang an, den Apple bereits vor fast zwei Jahren in Aussicht gestellt hat.
Technisch basieren diese Neuerungen auf den sogenannten Apple Foundation Models v10. Diese laufen über Apples Private-Cloud-Compute-Infrastruktur und greifen dabei auf Gemini-Modelle zurück. Intern kommt ein Modell mit rund 1,2 Billionen Parametern zum Einsatz. Für Apple ist das jedoch nicht das Ende der Entwicklung, sondern eher ein erster Schritt.
Ausblick auf iOS 27 und macOS 27
Schon jetzt arbeitet Apple an einer weiteren Ausbaustufe. In iOS 27 und macOS 27 sollen zusätzlich chatbot-ähnliche Funktionen integriert werden. Diese werden von den Apple Foundation Models v11 unterstützt, die laut Gurman qualitativ nahe an Gemini 3 herankommen sollen.
Im Vergleich zu den Modellen in iOS 26.4 gelten sie als deutlich leistungsfähiger. Aufgrund ihres höheren Anspruchs könnten diese Funktionen allerdings stärker auf die Infrastruktur von Google angewiesen sein. Die internen Gespräche über Umfang und Umsetzung der iOS-27-Features dauern derzeit noch an.
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Warum Apple sich für Google entschieden hat
Vor der Entscheidung für Google Gemini hat Apple mehrere Alternativen geprüft. Bereits im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass Apple die Nutzung externer Modelle in Betracht zieht. Intern stieß dieser Ansatz zunächst auf Widerstand. Mike Rockwell, der für Siri verantwortlich ist, soll entsprechende Berichte in einer Krisensitzung sogar als Unsinn bezeichnet haben.
Trotzdem führte Apple Gespräche mit mehreren KI-Anbietern. Mit Anthropic wurde verhandelt, die Gespräche scheiterten jedoch, nachdem das Unternehmen jährliche Kosten in Milliardenhöhe über mehrere Jahre forderte. Auch ein Deal mit OpenAI erwies sich als kompliziert. OpenAI warb aktiv Apple-Mitarbeiter ab und arbeitete parallel mit Jony Ive an neuer Hardware.
Ein weiterer Faktor war eine gerichtliche Entscheidung zur bestehenden Partnerschaft zwischen Apple und Google. Nachdem ein Gericht entschied, dass die Vereinbarung zur Standard-Suchmaschine auf dem iPhone rechtlich zulässig ist, wurde ein zusätzlicher Deal mit Google deutlich einfacher. Damit war der Weg für Gemini frei.
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Neue Siri-Funktionen markieren einen Wendepunkt für Apple
Alles deutet darauf hin, dass Apple in Kürze erstmals greifbare Apple-Intelligence-Funktionen ausliefert. Auch wenn zwischen Ankündigung und Umsetzung viel Zeit vergangen ist, könnte sich die Stimmung schnell ändern, sobald die neuen Siri-Funktionen im Alltag ausprobiert werden können. Die Zusammenarbeit mit Google markiert für Apple einen klaren Strategiewechsel – weg von internen Alleingängen, hin zu funktionierenden Lösungen. (Bild: Mojahid_Mottakin / DepositPhotos.com)
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