Apple sorgt erneut für Bewegung in der Gerüchteküche rund um eigene Prozessoren. Obwohl die ersten Produkte mit dem M5-Chip erst vor rund drei Monaten erschienen sind, deutet ein aktueller Bericht darauf hin, dass der nächste Schritt bereits näher rücken könnte. Der mögliche M6-Chip würde damit früher kommen, als es viele bisher erwartet haben.
Seit dem Wechsel zu Apple Silicon verfolgt Apple eine deutlich schnellere Chip-Strategie als früher. Die Abstände zwischen neuen Generationen sind kürzer geworden und folgen nicht mehr immer einem klar vorhersehbaren Muster. Genau vor diesem Hintergrund gewinnen aktuelle Aussagen aus gut informierten Kreisen an Bedeutung.
Mark Gurman rechnet mit frühem M6-Chip
Ausgangspunkt der Spekulationen ist der aktuelle „Power On“-Newsletter von Mark Gurman. Darin gibt er einen Überblick über das, was 2026 im Mac-Lineup zu erwarten ist. Nach der Erwähnung neuer MacBook-Modelle fügt er einen bemerkenswerten Hinweis zum M6-Chip hinzu.
Gurman schreibt bei Bloomberg, dass der M6-Prozessor möglicherweise früher erscheinen könnte, als viele annehmen. Er schränkt zwar ein, dass der Chip nicht zwingend in den nächsten Laptops stecken muss, spricht aber dennoch von einem Marktstart „in naher Zukunft“ in bestimmten Konfigurationen.
Kurzer Abstand zwischen M5 und möglichem M6
Apple hat den M5-Chip im Oktober in drei Geräten eingeführt. Auf den ersten Blick wirkt es früh, schon jetzt über einen Nachfolger zu sprechen. Gurman verweist jedoch auf ein konkretes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: Zwischen dem M3 und dem M4 lagen lediglich fünf Monate. Ein schneller Generationswechsel ist also kein Novum mehr.
Der M4 als unerwarteter Richtungswechsel
Der M4-Chip galt bei seiner Vorstellung als große Überraschung. Nicht nur wegen des kurzen zeitlichen Abstands zur vorherigen Generation, sondern auch wegen des Produkts, in dem er erstmals eingesetzt wurde. Zum ersten Mal debütierte ein neuer Apple-Chip nicht in einem Mac, sondern im iPad Pro. Bis dahin hatte jede neue Chip-Generation ihren Anfang in einem Mac-Modell genommen.
Vor diesem Hintergrund wirkt die Vorstellung, dass auch ein M6-Produkt relativ kurzfristig erscheint, weniger abwegig. Apple hat bereits gezeigt, dass etablierte Abläufe kein festes Gesetz mehr sind.
Unklarheit über das erste M6-Gerät
Trotz aller Hinweise bleibt offen, welches Gerät den M6-Chip als erstes erhalten könnte. In der Gerüchteküche wird ein komplett neu gestaltetes MacBook Pro mit OLED-Display gehandelt, das möglicherweise früher erscheinen könnte als ursprünglich geplant.
Dem steht allerdings entgegen, dass die leistungsstärkeren M5-Versionen des MacBook Pro noch gar nicht veröffentlicht wurden. Zudem merkt Gurman selbst an, dass das umfassend überarbeitete MacBook Pro voraussichtlich erst gegen Ende 2026 auf den Markt kommt. Das macht ein frühes M6-Debüt genau in dieser Produktlinie eher unwahrscheinlich.
Zeitrahmen bleibt offen
Was Gurman konkret mit „in naher Zukunft“ meint, lässt sich derzeit nicht eindeutig festlegen. Klar ist nur, dass Apple intern offenbar bereits an der nächsten Chip-Generation arbeitet und ein Einsatz des M6 früher erfolgen könnte, als es klassische Produktzyklen vermuten lassen.
Apple hält sich alle Optionen offen
Ob der M6-Chip tatsächlich schon in den kommenden Monaten erscheint, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. Die Aussagen von Mark Gurman liefern jedoch glaubwürdige Hinweise darauf, dass Apple erneut für eine Überraschung sorgen könnte. Nach dem unerwartet schnellen Übergang vom M3 zum M4 und dem frühen Einsatz neuer Chips außerhalb der Mac-Reihe wäre ein früher M6-Start zumindest nicht ausgeschlossen. Für Apple würde das konsequent den eingeschlagenen Kurs einer sehr schnellen Weiterentwicklung eigener Prozessoren fortsetzen. (Bild: Shutterstock / Dontree_M)
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