Apple will beim iPhone 18 am Einstiegspreis festhalten, obwohl die Kosten für Speicherchips steigen und sich 2026 Engpässe abzeichnen. Hintergrund ist ein erwarteter Druck auf den Speichermarkt, der viele Smartphone-Hersteller treffen dürfte. Trotzdem lautet die Linie: Preise so lange wie möglich stabil halten, selbst wenn Komponenten teurer werden und das kurzfristig auf die Marge geht.
Der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo rechnet damit, dass DRAM-Engpässe 2026 sehr wahrscheinlich auch die Smartphone-Branche erwischen. Gleichzeitig geht er davon aus, dass Apple Preiserhöhungen beim iPhone „so weit wie möglich“ vermeiden will. Zumindest der Einstiegspreis der iPhone-18-Modelle soll nach seiner Einschätzung unverändert bleiben, obwohl Apple bei wichtigen Bauteilen mehr bezahlen muss.
Warum der Speichermarkt 2026 zum Problem werden kann
Kuo beschreibt eine angespannte Lage bei Speicherkomponenten, die sich durch die Nachfrage aus der KI-Branche verschärft. Besonders LPDDR und NAND sind aktuell von Engpässen und höheren Preisen betroffen, weil Speicherhersteller Kapazitäten lieber für fortschrittlichen Speicher in KI-Servern reservieren als für Speicher, der in Smartphones landet.
Dazu kommen DRAM-Engpässe, die 2026 wahrscheinlich spürbar werden. In der Branche wird spekuliert, dass steigende Speicherpreise die Smartphone-Kosten bei mehreren Marken nach oben drücken könnten.
Apples Verhandlungen: Preisanpassungen im Blick, Quartal für Quartal
Ein zentraler Punkt in Kuos Einschätzung: Apple verhandelt Speicherpreise quartalsweise mit Zulieferern. Dadurch rücken bestimmte Zeitfenster besonders in den Fokus:
- Im zweiten Quartal 2026 werden laut Kuo Preiserhöhungen erwartet.
- Diese anstehende Erhöhung soll ähnlich ausfallen wie die im ersten Quartal, in dem Apple bereits mehr für Speicher zahlen musste.
- Schätzungen zufolge liegen die Speicherpreise im Vergleich zum Vorjahr bereits 10 bis 25 Prozent höher.
Das ist relevant, weil solche Erhöhungen nicht nur einmalig wirken, sondern sich über große Stückzahlen direkt auf die iPhone-Kalkulation auswirken.
Einfluss auf die iPhone-Margen und warum Apple trotzdem ruhig bleiben kann
Höhere Speicherkosten treffen die Bruttomargen des iPhones. Kuo rechnet damit, dass genau das passiert: mehr Kosten, weniger Spielraum in der Hardware-Marge.
Trotzdem sieht er Apple in einer starken Position, weil der Konzern Verträge abschließen kann, die eine stabile Versorgung absichern. Kuo betont dabei den Machtfaktor. Für die meisten Nicht-KI-Marken gibt es keine Garantie, die gewünschten Liefermengen zu bekommen, selbst wenn sie bereit sind, mehr zu zahlen. Dass Apple solche Lieferverträge überhaupt schließen kann, zeigt laut Kuo den Einfluss des Unternehmens.
Die Strategie dahinter: Chips sichern, Kosten schlucken, Marktanteile holen
Kuo zeichnet Apples Ansatz als ziemlich klar: das aktuelle Marktchaos nicht nur „überstehen“, sondern als Vorteil nutzen. Die Logik dahinter:
- Apple sichert sich die knappen Speicherchips über Verträge.
- Ein Teil der Mehrkosten wird aufgefangen, statt sofort über Preiserhöhungen weitergereicht zu werden.
- Wenn andere Marken wegen Lieferproblemen oder höheren Kosten stärker unter Druck geraten, kann Apple Marktanteile gewinnen.
Und der zweite Teil der Rechnung: Was kurzfristig bei der Hardware-Marge weh tut, soll später über Services wieder hereingeholt werden.
Was Apple dazu bald sagen könnte: Conference Call am 29. Januar
Apple könnte sich schon sehr konkret zu den steigenden Speicherpreisen äußern müssen, und zwar im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Geschäftsquartals 2026. Dieses Quartal umfasst Oktober bis Dezember 2025. Der entsprechende Ergebnis-Call ist laut den Angaben für den 29. Januar angesetzt. Kuo hält es für möglich, dass Apple dort auf die Speicherpreissteigerungen eingehen muss.
iPhone 17 als Beispiel für Preisstabilität trotz Mehrkosten
Apple hat solche Kostenwellen schon früher nicht eins zu eins in die Preise durchgereicht. Als Beispiel wird das iPhone 17 genannt:
- Das Basis-Modell des iPhone 17 wurde nicht teurer und liegt weiterhin bei 799 US-Dollar Einstiegspreis.
- Gleichzeitig hat Apple beim iPhone 17 einen neuen Mindestspeicher von 256 GB eingeführt.
- Für das iPhone 17 Pro wurden in diesem Zusammenhang 100 US-Dollar mehr verlangt.
Das zeigt das Muster: Den Einstiegspreis möglichst ruhig halten, während höhere Kosten je nach Modellmix an anderer Stelle aufgefangen werden.
Risiko bleibt: Nicht nur Speicher kann knapp werden
Im Bericht steckt auch ein Hinweis, der über Speicher hinausgeht. In den kommenden Monaten könnten auch andere Komponenten knapp werden. Das würde zusätzliche Probleme in der Lieferkette auslösen und könnte am Ende doch Preiserhöhungen erzwingen. Speicher ist gerade der sichtbarste Kostentreiber, aber nicht zwingend der einzige.
Apple nutzt Lieferkettenstärke in angespanntem Markt
Apple steuert beim iPhone 18 auf einen Spagat zu: steigende Speicherpreise und mögliche Engpässe auf der einen Seite, stabile Einstiegspreise auf der anderen. Ming-Chi Kuo erwartet Preiserhöhungen bei Speicher vor allem im zweiten Quartal 2026, nachdem die Preise im Jahresvergleich bereits um 10 bis 25 Prozent gestiegen sein sollen. Das belastet die Bruttomargen, aber Apple kann sich durch starke Lieferverträge Chips sichern, Kosten teilweise abfedern und daraus einen Vorteil ziehen, während andere Marken stärker unter Druck geraten. Gleichzeitig bleibt das Risiko bestehen, dass weitere Komponenten knapp werden und die Lage in der Lieferkette zusätzlich anheizen. (Bild: Shutterstock / BigTunaOnline)
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